Homebase – mein geistliches Basislager

Homebase – mein geistliches Basislager

Wer schon einmal auf einer Messe war, weiß, wie wunderbar es ist, einen Ort zu haben, an dem man anlanden kann. Eine Homebase, ein Basislager.

Als Kinderbuchautorin treibe ich mich natürlich bevorzugt auf Buchmessen herum. Das ist an sich schon mal ziemlich anstrengend – die Beleuchtung tut den Augen weh, die Luft ist immer viel zu trocken und es gibt nur sehr wenige Orte, an denen man sich einfach mal hinsetzen kann. Von den Taschen voller Flyer, Leseproben, Geschenkchen von den Ständen, Katalogen etc. mal ganz abgesehen.

Eine Homebase für mich

Das alles ist abrupt anders geworden, als ich mein erstes Buch im Kinderbuchverlag Biber & Butzemann herausgebracht hatte. Plötzlich war ich nicht mehr allein herumstromernde Autorin, sondern eben Biber & Butzemann-Autorin. Es gab einen Stand, dem ich mich zuordnen konnte!

Ja, und?, fragst Du Dich jetzt vielleicht, was ist daran so toll? Ganz einfach – es gibt eine Homebase:

  • ein Ort, wo meine Jacke und Verpflegung für den Tag bleiben können
  • ein Ort, an den ich meine Einkäufe und Schnickschnack bringen kann
  • ein Ort, wo ich auch Wertsachen lassen kann
  • ein Ort, an dem ich auch mal die Schuhe ausziehen kann
  • ein Ort, an dem ich mich zurückziehen kann, wenn es mir zu viele Eindrücke werden
  • ein Ort zum Ausruhen, wenn die Beine und/oder der Rücken die Nase voll haben

Innere Baustellen bearbeiten

In meinem letzten Blogartikel Warum ich meine Mittagspause auf der Piste verbringen habe ich davon erzählt, dass ich mir einen Raum geschaffen habe, in dem ich meinen Körper fit mache. Genauso merke ich, dass es mir gut tut, wenn ich eine Art geistliche Homebase im Alltag habe. Das ist für die „Inneren Baustellen“, die in diesem Artikel erwähnt wurden.

Kinderschar, Kinder

Wie schnell wird alles zu viel – die Arbeit, der Zeitdruck, die Ansprüche und Bedürfnisse der Kinder, der Partner u.s.w.u.s.f.  Dann habe ich das Bedürfnis, mal irgendwo anlanden zu können, die Taschen abwerfen, Schuhe ausziehen und ein Glas Wasser trinken. Im übertragenen Sinne jedenfalls.

Es gibt sie doch, die Lücken

Mit meinem Online-Kurs, der mir hilft, meine Zeit produktiver zu nutzen, bin ich in der Zwischenzeit auch einigen Leerstellen in meinem Tagesablauf auf die Schliche gekommen. Die mittägliche Inliner-Runde hatte etwas unter der Hitze (knallige Sonne und 30° sind einfach keine günstige Voraussetzung …) gelitten, aber ich habe es geschafft, in meinen Morgen täglich (ja, wirklich!) ein kurzes Training zu integrieren. Das sind nur wenige Minuten, aber die dafür nötige Fokussiertheit scheint einen wirklich guten Einfluss auf den Rest meines Tages zu haben.

Und plötzlich habe ich noch Kapazität, merke, dass etwas fehlt. Der Kurs spricht von 5 Minuten Meditation in der persönlichen Morgenroutine, einfach nur auf den Atem konzentrieren. Waaaah! Mein Hirn ist vergleichbar mit einer Horde hyperaktiver Grashüpfer. Mindestens drei von denen springen immer gleichzeitig herum, und zwar in verschiedene Richtungen. Aber ich war tapfer 😀

Zeit ist relativ

Ich hätte ja nie gedacht, dass 5 Minuten so lang sein können! Zum Glück habe ich auf meinen Kursleiter gehört und mir einen Timer gestellt. Sonst hätte ich wohl die Hälfte der Zeit damit verbracht, auf die Uhr zu schielen …

Unzählige Male sind meine Gedanken abgewandert und genauso oft habe ich sie wieder eingefangen … einatmen, ausatmen, einatmen, hat Kind 4 heute eigentlich schon früher Schluss?, einatmen, ausatmen, die Katze muss unbedingt ihr Spot On kriegen, ausatmen, einatmen, wann wollte Kind 3 nochmal seinen Geburtstag nachfeiern?, einatmen, ach Mist, die Wäsche! piep piep piep piep …

Der Wahnsinn kriegt Methode

Nach einer Woche ungefähr fing ich an, mich in der Zeit auf Gott zu konzentrieren. Wie es in Psalm 46 heißt: Seid stille und erkennt, dass ich Gott bin. (Vers 10)

Das Gute daran ist, dass meine herumhopsenden Gedanken jetzt auch eine Homebase haben. Ich kann jeden einzelnen bei Gott in gute Hände legen und spüre richtig, wie mir dabei jedes Mal auch eine Last von den Schultern fällt. Für diesen Tag heute sorgt Gott für Seelen der Kinder, segnet meinen Partner, stattet mich aus …

Es ist mir nicht leicht gefallen, diese „Untätigkeit“ auszuhalten. Aber es gibt mir eine geistliche Homebase, ein Basislager für den Tag:

  • ein Ort, wo ich meine Gedanken ablegen kann
  • ein Ort, wo ich um Rat fragen kann (wenn einer über die Bedürfnisse meiner Kinder Bescheid weiß, dann doch wohl derjenige, der sie bis ins kleinste Detail geplant und „gebaut“ hat, oder?)
  • ein Ort, wo ich vor Überforderung hinfliehen und zur Ruhe kommen kann

Wo es hinführt …

„Stille Zeit“ war nie so mein Ding, diese Regelmäßigkeit, schauderhaft! Und wahrscheinlich ist es auch gut, dass meine paar Minuten am Morgen anders heißen. Sie sind aber im Laufe der letzten Wochen zu einem wertvollen Teil meines Alltags geworden. Vergesse ich sie, merke ich es später am Tag wirklich deutlich, weil ich mich verzettel. Wie auf meinen früheren Buchmessetagen renne ich herum, die Tasche drückt, die Jacke ist ständig im Weg und die Füße tun mir weh, im übertragenen Sinne jedenfalls. Ich kann das Wichtige nicht so gut vom Unwichtigen unterscheiden, merke nicht schnell genug, worauf es jetzt ankommt, verpatze Situationen mit den Kindern. Das allein erhöht meine Motivation sehr, mir die 5 Minuten jeden Morgen zu nehmen.

Hast Du ein Ritual, dass Dir hilft, geistlich gut über den Tag zu kommen? Hast Du eine Homebase für Dich gefunden? Wenn nicht – was hindert Dich noch daran? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

 

Warum ich meine Mittagspause auf der Piste verbringe

Warum ich meine Mittagspause auf der Piste verbringe

Moin!

Bewegung

Könnt Ihr es glauben? Es ist wirklich und wahrhaftig endlich Frühling geworden! Zwischendrin war es sogar schon hochsommerlich. Und nu? Geh ich „auf die Piste“. Bikini-Figur erarbeiten? Wer mich kennt weiß, dass ich eh Badeanzüge bevorzuge 😉 Also nein, es geht nicht um die Bikini-Figur. Aber um Bewegung.

Bewegung, Inliner, Radweg

Das Mutti-Tasking-Dilemma

Jeden Tag stürzen unzählige Anforderungen auf mich ein. Als Mama darf ich derzeit fünf Kinder hier beim Aufwachsen begleiten, dazu kommen all die Kinder in meinen musikalischen Früherziehungsgruppen, die Kinderbuchmanuskripte (ja, eigentlich sollte ich gerade was anderes schreiben … *räusper*), Lektorate, Blogartikel für Euch, die Vorbereitung meines Online-Familienkongresses, das bisschen Haushalt und und und. Leider bin ich so gar kein Organisationstalent und Aufschieberitis ist ein Dauergast an meinem Tisch.

„Prokrastination“ heißt der Fachbegriff für den Drang, alles immer wieder und so lange auf die lange Bank zu schieben, bis es schließlich hinten runter fällt. Manchmal passiert dann gar nichts, aber oft genug fällt es mir dabei schmerzhaft auf die Füße. Wäre es nicht toll, produktiver zu sein? Die objektiv vorhandene Zeit so auszunutzen, dass ich die Sachen rechtzeitig hinkriege? Ich rede noch gar nicht davon, mehr schaffen zu wollen (wobei das ein netter Nebeneffekt wäre), ich wäre schon ganz glücklich, wenn ich die Sachen nicht immer erst dann erledigen würde, wenn ich ganz wirklich überhaupt gar nicht mehr drumrum komme. Denn dann leidet der Rest.

  • ich bin den Kindern gegenüber ungeduldig
  • mein Haushalt … reden wir nicht über meinen Haushalt
  • es fehlt die Möglichkeit, die eigene Arbeit mit etwas Abstand noch einmal anzuschauen und zu verbessern
  • ich komme in so einen hyperaktiven Modus
  • mein Nachtschlaf leidet weil das Hirn nicht runterfahren kann
  • vor lauter Schlafmangel werde ich ein unglaublich zerstreuter Professor
  • erwähnte ich schon, dass ich furchtbar ungeduldig werde?

Was also tun?

Termine habe ich schon genug, also habe ich mir kurzerhand einen Online-Kurs gesucht (frei einteilbare Zeit, ich entscheide, wann ich die nächste Lektion sehe), der mir dabei helfen soll, mich besser zu fokussieren und am Wesentlichen dranzubleiben. Um das zu erreichen, darf ich auf zwei Ebenen an mir arbeiten.

Im Innen

Zum einen gibt es die inneren Baustellen – Sorgen, die ich mir um Dinge mache, die ich eh nicht beeinflussen kann, zu viele unerledigte Dinge, die mir den Seelenfrieden rauben, ungeklärte Beziehungen, keine Zeit, um mal einfach wieder bei Gott anzudocken. Hier gilt es, Reibungspunkte zu entschärfen, meine überflüssigen Sorgen dort abzugeben, wo sie hingehören, mit mir selber ins Reine zu kommen, routinemäßige Punkte zu finden, an denen ich mit Gott ins Gespräch und in Beziehung kommen kann, einfach atmen.

Im Außen

Rein äußerlich kann ich schon eine ganze Menge dafür tun,  dass ich fit und gerüstet bin für meine Arbeit und Anforderungen. Unvermeidliche Punkte dabei sind – wie Du sicherlich schon erwartet hast – Ernährung und Bewegung.

Der Online-Kurs empfiehlt, früher aufzustehen und eine Morgenroutine aufzubauen. Gähn. Sechs Uhr Weckerklingeln ist so schon Folter für mich. Keine Chance, den noch früher losgehen zu lassen! Und es hilft mir auch nicht für den kreativen, selbst einzuteilenden Bereich meiner Arbeit.

Mein Morgen ist an sich schon wahnsinnig gut durchstrukturiert. Die Kinder gehen täglich satt, mit Brotdosen versorgt, rechtzeitig und gesegnet zur Schule/Kita und ich schwinge mich anschließend ins Auto und gondel gemütlich über Land zu meinen kleinen Dorfkitas und Tagesmüttern. Mittags dann (oder was der Kindergarten dafür hält … 11 Uhr Mittagessen finde ich persönlich ja barbarisch) packe ich Gitarre und Musikkiste ins Auto.

Jetzt kommt der spannende Teil – (wie) schaffe ich es, meine kreative Arbeit so einzutakten, dass die Dinge, die mir für meine Familie wichtig sind, nicht zu kurz kommen?

Inspiriert von meinem Kurs habe ich angefangen, mir Gedanken über eine sportliche Betätigung zu machen. Einfach, um Sauerstoff durch meine Zellen zu pusten, den Kopf regelmäßig freizukriegen und quasi einen Startschuss für den zweiten Teil des Tages zu haben. Schon nach 30 Sekunden (!) Bewegung an der frischen Luft fängt das Gehirn übrigens an, neue graue Zellen zu schaffen. Wenn das kein schöner Nebeneffekt ist 🙂

Bei einer langweiligen Sportart, bei der man die immer gleichen Bewegungen abspult, kommt das Gehirn nach einer Weile in einen La-la-Zustand. Es schwingt so vor sich hin, immer im Takt der Schritte, und verarbeitet alles mögliche. Sogar das Gedächtnis verbessert sich auf diese Weise. Kann ich gebrauchen.

Die Praxis

Seit einigen Jahren fahre ich Inliner. Nicht so furchtbar gut, aber immerhin recht ausdauernd. Der erste Satz Rollen ist langsam hinüber. Das Dumme ist, dass ich mich immer erst ins Auto oder aufs Fahrrad setzen müsste, um zu einer gut befahrbaren Strecke zu gelangen. Totaaaaal realistisch …

Inliner Auto Bewegung

Andererseits fahre ich fast täglich an wunderschön ausgebauten Radwegen entlang, die die kleinen Landstraßen säumen. Des Rätsels Lösung lag somit auf der Hand. Seit einigen Wochen beherbergt mein Auto also eine große Tasche, in der sich meine Inliner, Helm, Schoner und die guten Inlinersocken (wichtig!) befinden. Wenn ich jetzt aus Hintertupfingen wieder nach Hause fahre, halte ich an einer Stelle an, wo ich mein Auto abstellen kann und sofort Zugang zu einer guten Strecke habe, werfe mich in Schale und nehme mir eine halbe Stunde Zeit, um mich zu bewegen.

Der innere Schweinehund fährt mit. Leider. Ich kriege es nicht zu allen Gelegenheiten hin. Und ich bin auf gutes Wetter angewiesen. Bei nasser Straßen ohne Regen findet man mich im Garten, auf dem großen Trampolin der Kinder. Anstrengend ist das! Und ich brauche dafür noch unbedingt Musik, denn es ist brülllangweilig, ehrlich gesagt … aber es ist mir wichtig genug, also werde ich mich noch entsprechend versorgen. Bloß mein Schietwetterplan ist dürftig … auf viel mehr als die erforderlichen 30 Sekunden Bewegung bis zur Hirnzellenneubildung komme ich da selten … aber gut, jetzt kommt ja erst mal der Sommer. Und bis zum Winter werde ich etwas etabliert haben.

Und bringt das was?

Tatsächlich merke ich erste positive Effekte. Ich kann mich anschließend besser konzentrieren und fokussierter an den Dingen arbeiten, die oben auf dem Plan stehen. Damit habe ich an vielen Tagen schon einen Vorsprung, bis die ersten Kinder aus der Schule kommen.

Dadurch, dass ich investiere, etwas von meiner wertvollen Zeit abzwacke, um fokussierter zu sein, scheint sich mein Innenleben auch verpflichtet zu fühlen, konzentrierter vorzugehen. Wenn schon – denn schon, denkt es sich vielleicht.

Inliner, Sport, Piste, Bewegung

Noch ist es ein Kampf, nach getaner Arbeit tatsächlich an den Rand zu fahren und die Inliner auszupacken. Wenn ich merke, dass ich mit mir kämpfe, streichel ich meinen inneren Schweinehund einmal freundlich und versichere ihm, dass er sich die Mühe sparen kann. Und dann fahre ich rechts ran und lege los. Eines Tages ist die Bewegung Routine. Dann muss ich nicht mehr darüber nachdenken, ob ich jetzt Sport mache. Und dann kann ich die dadurch freigewordene Willenskraft für etwas anderes einsetzen. Darauf freue ich mich schon 🙂

Und Du?

Hast Du einen Weg gefunden, wie Du Dir mit Bewegung Gutes tun kannst? Erzähl mir davon!

 

Deine Juliane

 

Blogparade Christliche Erziehung Heute

Blogparade Christliche Erziehung Heute

Moin, Ihr Lieben!

Die liebe Martha von http://www.FamilienlebenmitGott.wordpress.com hat mich eingeladen, bei ihrer Blogparade zum Thema „Christliche Erziehung Heute“ mitzumachen. Das kann kein Zufall sein! 😉

Was hat Jesus eigentlich gemacht? christliche Erziehung
Ist christliche Erziehung gleich Kinderbibel lesen?

„Der Glaube wird immer unwichtiger, das macht es doch total schwer!“

Natürlich habe ich mir schon viele Gedanken darüber gemacht, wie eine zeitgemäße christliche Erziehung aussehen kann. Als Kind der DDR ist es für mich völlig normal, dass meine Umwelt den christlichen Glauben ziemlich seltsam findet und die Dinge grundsätzlich ganz anders sieht (und das auch fröhlich mitteilt). Die zunehmende Säkularisierung macht mir in Bezug auf meine Kinder damit gar nicht viele Sorgen. Sie lernen schon früh, dass es nicht um bequemes Mitlaufen geht.

Worum geht es nun?

Was genau bedeutet es denn aber nun, sein Kind in der heutigen Zeit christlich zu erziehen?

Eine aktuelle Studie zur Bedeutung des christlichen Glaubens in der Erziehung hat es gut auf den Punkt gebracht. Die moderne Erziehung ist weitestgehend auch in christlichen Familien angekommen. Aber der Wunsch, dass die eigenen Kinder dem christlichen Glauben folgen, selber Jesus nachfolgen, bewirkt, dass Eltern mit Furcht zu kämpfen haben, obwohl sie um die Freiheit wissen. „Zwischen Furcht und Freiheit“ heißt darum auch das Buch, das bei SCM dazu erschienen ist.

„Lass dich ja nicht erwischen!“ … oder?

Genau daraus leitet sich mein eigener Ansatz für eine christliche Erziehung ab: Von der Furcht in die Freiheit! Denn Freiheit ist das, wozu wir berufen sind. Und den Umgang mit der Freiheit müssen unsere Kinder lernen.

Im Alten Testament gab es die Kontrolle von außen, waren Verbote und Strafen die Mittel der Wahl. Mit dem Neuen Testament hat sich ein kompletter Wandel vollzogen. Jetzt geht es nur noch darum, aus Liebe zu handeln. Unsere Gottesbeziehung hat sich verinnerlicht – und damit auch der Grund für unser Handeln. Ich will Gottes Willen tun. Nicht, weil ich damit einer Strafe entgehe, sondern weil ich sonst diese wertvolle Beziehung, die wir miteinander haben, beschädigen würde. Und wenn diese Beziehung beschädigt ist, wenn ich aus schlechtem Gewissen nicht mehr unbeschwert zu Gott kommen kann, wenn meine Sünde neu eine Mauer zwischen uns gebaut hat, dann ist von mir aus immer erst einmal eine Hürde zu überwinden – sei sie auch noch so klein.

Von Herz zu Herz

So erlebe ich es in der Beziehung zu meinen Kindern auch. Ist unsere Beziehung ungetrübt und vertrauensvoll, haben wir einen ganz direkten Draht zueinander, der Liebestank eines jeden Kindes kann gefüllt werden und bleiben. Entscheidet sich aber ein Kind dafür, mit seinem Verhalten unserer Beziehung zu schaden, dann hat das Folgen. Und natürlich hat es die Möglichkeit, genau das zu tun. Es ist eine Illusion zu glauben, dass wir unsere Kinder kontrollieren könnten. Wir können uns ja oft genug nicht einmal selbst kontrollieren …

Eine Erziehung durch Furcht bewirkt, dass man sich nicht erwischen lassen will. Eine Erziehung in und zur Freiheit bewirkt, dass man die Beziehung als Grundlage für seine Entscheidungen heranzieht. Und so ist eine christliche Erziehung in der heutigen Zeit für mich eine Erziehung, die auf Herzensbeziehungen setzt und auch eben diese vorlebt.

Was bedeutet Dir ein christlicher Ansatz in der Erziehung? Worauf legst Du besonderen Wert? Ich freue mich über Deinen Kommentar! 🙂

Lesen lernen – Schnell wie die Feuerwehr!

Lesen lernen – Schnell wie die Feuerwehr!

Moin!

Heute will ich Euch mein neuestes „Baby“ zeigen <3 Und ich mache es schnell wie die Feuerwehr 😉

Cover Erstlesebuch Feuerwehr

Hinter den Kulissen der Feuerwehr

Vor einem Jahr hat es begonnen. Der SCM-Verlag wünschte sich ein Erstlesebuch zum Thema „Feuerwehr“. Und die Kinder sollten selber aktiv mitlöschen und nicht nur als Zuschauer dabei sein. Also ging ich zum Tag der offenen Tür bei der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr und sah mich um, sprach mit den Leuten von der Jugendfeuerwehr, verfolgte die Vorführungen mit und sammelte viele Eindrücke.

In den umliegenden Dörfern wird der Nachwuchs der Freiwilligen Feuerwehr sowieso über die Arbeit der Kinder- und Jugendfeuerwehren gesichert und viele Familien sind traditionell in der x.-ten Generation dabei. So entstand langsam die Idee, „Schnupperkinder“ aus der Kinderfeuerwehr im Sommercamp der Jugendfeuerwehr mitfahren zu lassen.

Exakt ein Jahr nach diesem ersten Ausflug – wieder am Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr unseres Ortes – bekam ich eine Email, dass mein Belegexemplar für das Erstlesebuch „Schnell wie die Feuerwehr“ zu mir unterwegs sei. So hat sich der Kreis geschlossen, wie man in diesem kleinen Video sehen kann:

Heute und vor einem Jahr … bei der Feuerwehr 

Was erwartet Euch und Eure Kinder nun bei diesem Buch?

Ein spannendes Erstlesebuch mit christlicher Thematik und Texten zum Vor- und Selberlesen.
Ausnahmsweise dürfen Luis und Nele mit ins Camp der Jugendfeuerwehr fahren, obwohl sie beide erst
acht Jahre alt sind. Dort nehmen sie an einem Erste-Hilfe-Kurs teil und machen bei
verschiedenen Löschübungen mit. Und da der Leiter der Jugendfeuerwehr ein Kinder- und Jugendpastor
ist, kommt auch der christliche Glaube nicht zu kurz. Als dann plötzlich in der Nähe des Campingplatzes
tatsächlich ein Feuer ausbricht, können alle zeigen, was sie gelernt haben – und Luis rettet Nele
aus großer Gefahr! Lesen lernen – schnell wie die Feuerwehr!

Über das „Lies mit mir!“ Konzept

Das Konzept der Reihe „Lies mit mir!“ richtet sich an Kinder, die gerade erst anfangen Lesen zu
lernen – die sogenannten „Erstleser“. Kindern, die noch keine Sicherheit im Umgang mit Texten haben,
fällt es meist schwer, umfangreiche Textmengen am Stück und ganz allein zu lesen. Mit den Eltern
oder älteren Geschwistern gemeinsam zu lesen, ist für sie eine große Erleichterung und bereitet
Freude.
„Lies mit mir“ ist so angelegt, dass der Haupttext von einem geübten Leser laut vorgelesen wird, und
die hervorgehobenen Passagen von dem Erstleser. Diese Textfelder zeichnen sich durch eine noch
größere Schrift, durch ein für Anfänger verständliches Vokabular und einfache Sätze aus. So werden
beim Lesen schnell erste Erfolgserlebnisse erzielt. Sollte der Leseanfänger sich schon sicherer
fühlen, kann er die Geschichte auch allein lesen. Der Leseerfolg wird dadurch messbar.
Die Struktur der Geschichten ist so aufgebaut, dass der Erstleser dem Inhalt möglichst einfach
folgen kann, auch wenn ihm einzelne Stellen Schwierigkeiten bereiten. Diese kann der begleitende
Leser erörtern. Zugleich soll die Geschichte die Kinder inhaltlich ansprechen und ihnen christliche
Werte mit auf den Weg geben.
„Lies mit mir“ verwendet die sogenannte „große Fibelschrift“, weil diese sich für die Erstleser als
am besten lesbar erwiesen hat. Zudem wurde darauf geachtet, dass die Zeilenumbrüche die Lektüre
nicht erschweren, und dass die Zeichenzahl pro Seite und pro Kapitel gut bewältigt werden kann,
bevor man eine Lesepause einlegt.
Die Illustrationen unterstützen das Verständnis des Textes und sollen den Kindern natürlich auch
zusätzlichen Spaß am Lesen bereiten, sodass das „Erstlesebuch“ nicht mit erzwungenem Lesenlernen in
Verbindung gebracht wird. Dadurch entwickeln Kinder schnell selbst das Bedürfnis, das Buch
irgendwann ganz alleine lesen zu können.

Hier geht es zum Buch

Mit einem kräftigen Tatütata verabschiede ich mich jetzt und begleite meine Kinder zur Musikschule.

Wenn Ihr das Buch gelesen habt, lasst mir doch bitte einen Kommentar da (und beim Großbuchhändler mit „A“ am besten auch). Wenn Ihr es haben wollt, meldet Euch gern, ich signiere alle Bücher, die über mich direkt bestellt werden 🙂

Und jetzt wünsche ich Euch einen schönen Abend!

Eure Juliane